Wer darf schon an etwas so Außergewöhnlichem wie einem „Talentetag“ (ausgerichtet von der „Talentförderung Saar“) teilnehmen? Nun, den diesmaligen Teilnehmerinnen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia – Leichtahtletik“ in der Wettkampfklasse IV kam diese Ehre zu! Sie hatten sich dafür durch ihr sehr gutes Abschneiden - 6. Platz gegen eine starke Konkurrenz (wir berichteten) – dafür qualifiziert. Leider konnten nicht alle 12 Teilnehmerinnen am 9. Juli mit zur Sportschule fahren, da die Zahl auf 8 begrenzt war. Frau Schröter wählte die Allerbesten aus, so dass man für den angekündigten Vielseitigkeitswettkampf die besten Voraussetzungen hatte! Lea Rehkopf, Lena Wahlster, Carolin Hupka, Selina Destruelle, Charline Künzer, Kristina Bolldorf, Michèle Meyer und Annika Balzert sollten mit von der Partie sein. Für die Fahrt nach Saarbrücken stellten sich erfreulicherweise Charlines und Michèles Mutter zur Verfügung, und so konnte die Gruppe ganz problemlos zur Sportschule gelangen. Noch nicht alle kannten den Austragungsstätte: die ausgesprochen große und sehr modern eingerichtete Leichtathletikhalle begeisterte die Mädchen bereits bei der Ankunft. Nach der Begrüßung ging es zur „Einkleidung“: jedes der etwa 200 teilnehmenden Kinder bekam ein grünes T-Shirt, die Betreuer(innen) ein gelbes T-Shirt geschenkt! Und so wuselte es bald nur noch grün-gelb in der Halle, und alle waren gespannt auf den Beginn der Wettkämpfe. Ein Blick auf die in der Halle aufgebauten 13 Stationen hatte den Mädchen bereits verraten, dass es sich nicht um einen traditionelle Leichtathletik-Veranstaltung handeln würde, sondern dass der Spaß-Faktor eine nicht unerhebliche Rolle spielen sollte. Ein witziges Dreirad mit Lenkstangen zog die Blicke auf sich, ebenso ein Riesen-Pedalo für 3 Personen, desgleichen Wurfgeräte aus Schaumstoff, deren Name „Heuler“ für sich spricht. Nun ging es los, für unsere Gruppe bei den „Kids-Speeren“: ganz ungefährliche Geräte aus Schaumstoff, mit denen auch Anfänger nichts falsch machen können. Die Mädchen hatten von Anfang an erfasst, dass ein vorheriges ausgiebiges Ausprobieren das erzielte Ergebnis jeweils deutlich verbessert. Man wollte ja doch gut abschneiden – Spaß hin oder her! Und so kam man bei dieser Station schon zu einem erfreulichen Ergebnis. Weiter ging es mit „Heuler-Zielwerfen“ durch an Ringen befestigte Reifen, dem Pedalo-Fahren mit Stabilisierungshilfe durch den Rest der Mannschaft und der Bewältigung einer 1000m-Strecke auf dem Ruder-Ergometer, wobei sich alle Beteiligten total verausgabten und der Jubel der Zuschauenden groß war. Besonders interessant und motivierend war die „Biathlonstaffel“, wobei man nach einem relativ langen Lauf Zielwerfen absolvieren musste; ein Fehlwurf zog das Laufen einer „Strafrunde“ nach sich, was unsere Mädchen nur sehr selten ausführen mussten! Schon von Beginn an hatte sich die Mannschaft auf die „Sprint-Hürdenstaffel“ gefreut, da mehrere im Verein bereits den Hürdenlauf trainiert hatten – und so schnitt man hier bemerkenswert gut ab. Ein Höhepunkt war auch das „Dreirad-Formel-1“-Fahren, bei dem ein Slalom absolviert werden musste, teilweise sogar über eine schiefe Ebene. Alle waren mit Begeisterung dabei. Nach Aufgaben zum Springen beinhaltete die letzte Station eine ganz besondere Herausforderung an Koordination und Geschicklichkeit. Von einem sehr hohen Kasten aus sollte man mit Hilfe einer Stabhochsprung-Stange abspringen und sich möglichst weit in eine Weitsprung-Grube tragen lassen. Nach anfänglichen Fehlversuchen klappte es jedoch bei allen Beteiligten gut! Nach Abschluss der Wettkämpfe konnten sich alle Teilnehmer/innen bei einem Spaghetti-Essen in der Mensa stärken. Anschließend folgte die Siegerehrung, und die Mädchen waren sehr gespannt auf das Ergebnis. Groß war die Freude, als es hieß: „Zweiter Platz (von 6 Mannschaften) für das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium!“ Zum Abschluss des Tages wurde ein „Schnupper-Training“ in verschiedenen Sportarten ausgelost. Unsere Mannschaft erhielt das Los mit der Aufschrift „Judo“. Das war nicht gerade das, was sich die meisten gewünscht hatten! Aber man beschloss, sich einfach einmal überraschen zu lassen. Und es gelang den beiden jungen Trainern, mit verschiedenen Spielen, Fallübungen und sogar dem Erproben zweier Würfe Interesse an dieser für alle noch unbekannten Sportart zu wecken. Und mit solch einem erfreulichen Eindruck endete dieser erlebnisreiche Tag. (Heike Schröter)