Am 29. und 30.9.2009 hatte die Klassenlehrerin der 7b des Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums, Frau Studienrätin Anke Glunz-Johann, etwas Besonderes mit ihren Schülerinnen und Schülern vor. Sie hatte die Medienpädagogin des Jugend-Server-Saar Claudia Eisenstein eingeladen, die mit den 24 Mädchen und Jungen ein Projekt zur Verbesserung des Umgangs mit dem Internet durchführte. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollten die Schüler zu Multiplikatoren ausgebildet werden, die ihr erlerntes Wissen an Eltern, Lehrer und andere Schülerinnen und Schüler weitergeben können. Doch worum ging es genau? Wie gehe ich mit dem Internet um, so auch mit „social communities“ wie „wer-kennt-wen“ oder „gesichterparty“? Was tut man in einem Fall von „Cybermobbing“? – das waren die Themen, auf die die Siebtklässler schon sehr gespannt waren. In Spielen, Diskussionen und Experimenten bekamen die Schülerinnen und Schüler Regeln vermittelt, die man in der Welt des Internet einhalten sollte. Zunächst wurde das sichere Surfen im Internet thematisiert und erprobt. Dabei standen die Persönlichkeits- und Urheberrechte im Mittelpunkt. Besonders interessant war für die Schülerinnen und Schüler die Erstellung eines Profils in einer „social community“. Dabei wurde hervorgehoben, dass man vor allem die Angabe persönlicher Daten unterlassen sollte. Die Kids erfassten rasch das Wesentliche: man kann falsche Namen oder Geburtsdaten angeben bzw. den Nachnamen auf einen Buchstaben verkürzen, um seine persönlichen Angaben zu verschleiern. Außerdem lernten die Schüler, dass es heute verhältnismäßig einfach ist, selbst als schwer eingeschätzte Passwörter zu „knacken“. Anschließend erhielten sie Hinweise, wie man sichere Passwörter anlegen kann. Ferner wurde das Thema „Mobbing“ in seinen vielfältigen Ausprägungen behandelt. Den Schwerpunkt bildete dabei das Cybermobbing. Darunter versteht man das Mobben über die „social communities“ im Internet, was heute leider immer öfter geschieht. In Spielsituationen konnten die Kinder selbst erfahren, was das Mobbing für ein Opfer bedeutet. Abschließend erstellten sie Verhaltensregeln, die das Mobbing vermeiden helfen. Am zweiten Tag bereiteten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen die Präsentation der Inhalte vor, die sie gelernt hatten, denn für den Abend war eine Informationsveranstaltung für die Eltern geplant. Auch wenn manche etwas aufgeregt waren, zeigten sich die Kinder durchaus als Experten, und es kam zu einem interessanten Frage-und-Antwort-Spiel mit den Eltern. Zum Abschluss kamen alle Beteiligten überein, dass diese zwei Tage nicht umsonst waren.